Shooting - vorher, während und danach
Ich fotografiere nun seit über 15 Jahren im Bereich Akt und bin bisher mit folgendem Ablauf recht gut gefahren.

Vor jedem Shooting kläre ich mit dem potentiellen Modell ab, welche Aufnahmebereich machbar sind. Da sie (oder auch er) meine Bilder wahrscheinlich schon kennt, sollte klar sein, dass ich keine geblümten Kleider fotografiere, sondern gerne provokante Szenen und Details stillvoll abzulichten versuche. Wobei ich sagen muss, dass ich kein begnadeter Fotograf bin. Meine Arbeiten entstehen zu 50% in der Kamera, zu 50% am Rechner in der Bearbeitung.

Meine Standardfrage an neue Modelle lautet daher "Was möchtest Du NICHT machen?" Und damit meine ich nicht Sex mit dem Fotografen, sondern wo die Grenze bei dem ist, was gezeigt und abgelichtet werden darf und soll. In diesem Rahmen arbeiten wir und es gibt beim Termin keine Nachverhandlung oder ungute Gefühle, weil der Fotograf dann plötzlich doch mehr als nur eine nackte Brust fotografieren möchte.

Wenn die Motive bzw. Tabus geklärt sind und der Termin gefunden ist, trifft man sich im Studio (oder derzeit wegen Corona zum Homeshooting beim Modell), quatscht erstmal eine Weile zum besseren Kennenlernen und macht sich dann an die Arbeit. Eine Begleitperson, die sich eifersuchtsfrei im Hintergrund hält, ist immer gerne gesehen. Natürlich darf die Begleitung auch helfend mit vor die Kamera, wenn mal ein weiteres Körperteil gefordert ist, aber bitte nur auf Wunsch und in Absprache mit Modell und Fotograf.

Nach dem Shooting gebe ich meinem Modell grundsätzlich jpg-Versionen aller Rohdaten, d.h. der unbearbeiteten Bilder. Ich habe nichts dagegen, wenn diese durch das Modell selbst bearbeitet werden, möchte dies allerdings bei einer etwaigen Veröffentlichung vermerkt haben.

Zusätzlich erhält das Modell ca. 10 bearbeitete Bilder, die ich mir aussuche. In der Vergangenheit ist es leider schon vorgekommen, dass von mir Bearbeitungen gewünscht wurden, bei denen das Ausgangsbild absolut nicht meinen Anforderungen entsprach. Wie gesagt, ich bin kein ausgebildeter Fotograf oder ein Naturtalent. Ich bin einfach nur ein Hobbyknippser mit einem eigentlich recht guten Blick für Details. Daher möchte ich aktuell keine Listen von Bildnummern abarbeiten müssen, das hat manchmal leider zu Unverständnis geführt.

Was passiert mit den Bildern? Nun, da ich kein Honorar nehme und nur als Hobby fotografiere, möchte ich die entstandenen Bilder natürlich auch ausstellen. Ich knipse nicht für die Schublade.

Auf Wunsch verwende ich selbst gerne nur anonyme Bilder, z.B. von Körperteilen oder Aufnahmen mit Gesichtsmasken, etc. Alles in Absprache und vertraglich festgehalten. Natürlich sollte sich jedes Modell klar darüber sein, dass Bilder im Internet auch für immer im Internet zu finden sein werden.

Ich hoffe, ich habe die wichtigsten Fragen beantworten können.